Blog: Muslimen in den USA stehen harte Zeiten bevor

Geschrieben am 07. November 2009 von Akif Sahin.
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Es ist mal wieder soweit. Diesmal war es ein Amoklauf auf der größten militärischen Basis der USA, der wohl für den Rassismus gegen Muslime im Land neuen Boden bereiten wird.

Seien wir doch mal ehrlich. Ein Psychiater, der ständig im Kontakt mit traumatisierten Leuten ist und nicht in den Kriegseinsatz nach Afghanistan wollte schießt um sich, tötet 12 Personen und verletzt 30 weitere. Wäre alles ein Grund gewesen über die Moral in der US-Army zu diskutieren und darüber wie sehr der Einsatz die Truppen belastet und sie mitnimmt.

Aber wenn der Background des Psychiaters muslimisch ist, weht gleich ein anderer Wind. Hinterfragungen über die Aufstockung der Truppen und die Frage wie man überhaupt vorgehen sollte, spielen dann keine Rolle mehr.

Es war ein Muslim der das getan hat. Also stürzt sich die Presse drauf und schlachtet das Thema aus. Was ist mit der Person passiert?

Nachforschungen bringen ans Licht, dass der Mann Probleme mit dem Krieg der USA gegen Terror Probleme hatte. Außerdem wurde er wegen seines Glaubens von Kameraden diskriminiert.

Die Betroffenheit der amerikanischen Bürger hält sich in Grenzen.

Stattdessen haben jetzt Muslime Angst vor neuen Schikanierungen. Es kümmert keinen was die USA eigentlich in Afghanistan oder dem Irak falsch machen, oder warum dieser Mann ausgerastet ist. Er war ja Muslim, er muss ja auch ins Bild passen, deshalb werden gleich auch Verbindungen zu Seiten aufgebaut die dem Extremismus nahe stehen.

Alles passt ins Bild.

Deshalb haben jetzt die Muslime in den USA den größten Ärger am Hals. Und das ist natürlich richtig so. Sonst lernen diese Muslime ja nie, was sie tun dürfen und was nicht. Und schließlich ist der Islam an allem schuld.

Ein bisschen mehr Eigenkritik – auch durch die Armee – wäre eigentlich angebracht.

Wie war es z.B. möglich, dass der Amokläufer an seine Waffen kam? Ein sogenannter Cop-Killer im freien Verkauf zeigt doch nur, dass die Waffengesetze viel zu lasch sind.

Warum hat sich die Führung in Fort Hood, wo doch so viele Spezialisten sitzen wenn es um Traumatische Erlebnisse in Kampfeinsätzen geht, nicht tiefer mit der Psyche ihres Psychiaters befasst, der ja ganz augenscheinlich sich so vehement wie möglich vor einem Einsatz in Afghanistan drücken wollte?

Warum wurden die Schikanierungen des Psychiaters durch seine Kollegen nur weil er Muslim war nicht aufgegriffen und disziplinarische Maßnahmen gegen die Rassisten verhängt?

All dies wird jetzt unter den Teppich gekehrt. Eine echte Debatte über die wirklichen Fragen werden nicht gestellt. Wäre es ein Christ gewesen, der den Amoklauf getätigt hat, hätte man sich viel intensiver damit auseinandersetzen müssen. Also auch ein Glücksfall für die Presse die nichts langatmiges produzieren muss und auch für die Regierung, die keine Erklärungen abliefern muss.

Konsequenz aus dieser Sache ist nur: Trau keinem Muslim

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